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AFIR & ISO 15118: Was die EU-Verordnung für Ladeinfrastruktur bedeutet

Das ABL Portfolio im Überblick


22. September 2026

AFIR & ISO 15118: Was die neue EU-Verordnung für Ladeinfrastruktur bedeutet

Die Elektromobilität in Europa nimmt weiter an Fahrt auf – und mit ihr steigen die gesetzlichen Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. Die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) ist eine verbindliche Verordnung der EU, die das Ziel verfolgt, ein flächendeckendes, benutzerfreundliches und nahtlos vernetztes Ladenetz quer durch alle Mitgliedstaaten zu etablieren.

Ein zentraler Baustein dieser Verordnung betrifft die technische Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation. Was bedeutet AFIR konkret für Betreiber, Installateure und Flottenbetreiber? Welcher Stichtag ist wichtig und wie stellen wir sicher, dass unser Produktportfolio auch in Zukunft vollständig zukunftssicher bleibt?

Die Kernanforderung: ISO 15118-20 ab 1. Januar 2027

Ein entscheidender Stichtag rückt näher: Ab dem 1. Januar 2027 schreibt AFIR vor, dass nicht nur alle neu installierten oder renovierten öffentlich zugänglichen Ladepunkte den internationalen Kommunikationsstandard ISO 15118-20 unterstützen müssen, sondern erstmals auch alle neu installierten privaten Ladepunkte.

Was bedeutet das technisch?

  • Gemeinsame Sprache für intelligentes Laden: Bei ISO 15118-20 handelt es sich um eine Kommunikationsanforderung. Die Ladestation erlernt eine erweiterte „Sprache“, um Protokolle für Smart Charging, automatisierte Identifikation wie Plug & Charge und fortschrittliche Lastmanagementsysteme sicher zu übermitteln.
  • Hardware-Anforderung (PLC-Modul): Auf Hardware-Ebene setzt die Umsetzung der ISO 15118 zwingend ein integriertes PLC-Modul (Powerline Communication) voraus. Ohne diese spezielle Hardware-Komponente kann die Ladestation nicht hochfrequent über das Ladekabel mit dem Elektrofahrzeug kommunizieren. Ein rein softwareseitiges Update reicht bei älteren Ladestationen ohne PLC-Modul daher nicht aus.
  • Wichtige Klarstellung zu Bidirektionalität: Die Konformität mit ISO 15118 setzt keine bidirektionale Ladehardware voraus. Eine Ladestation kann die Protokollnorm ISO 15118 erfüllen und für rein unidirektionales Laden (V1G) ausgelegt sein. Für bidirektionales Laden im AC-Bereich ist zwingend ein Fahrzeug erforderlich, das seinerseits die entsprechenden Netzanschluss- und Protokollanforderungen erfüllt.

Der Impact auf das ABL-Produktportfolio

Um allen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir unser Produktportfolio an den neuen Anforderungen ausgerichtet. Durch die Integration notwendiger Hardwarekomponenten – PLC-Modul (Powerline Communication) – sind unsere aktuellen Plattformen bestens für die Zukunft gerüstet.

1. Pulsar-Family - Ladelösungen für jedes Zuhause

  • Mit den Ladelösungen der Pulsar-Family stellen wir die Weichen klar auf Zukunft: Die bisherige ABL Pulsar ist ab dem 01.01.2027 nicht mehr AFIR-konform.
  • Damit Sie Ladeinfrastruktur ohne Unterbrechung zukunftssicher planen können, launchen wir in Q4 2026 die neue Pulsar Max. Diese ist mit einem integrierten PLC-Modul ausgestattet und damit vollumfänglich AFIR-konform sowie gerüstet für alle ISO 15118-Anforderungen.
  • Zusammen mit der Pulsar Pro (inklusive PLC-Modul und MID-Zähler) decken wir alle privaten Anwendungsfälle – vom Eigenheim und Mehrparteienhaus bis zum Dienstwagenladen zu Hause – vollständig AFIR-konform ab.

 

2. Die eM4 (Single & Twin)

Dank integriertem PLC-Modul entspricht die eM4 hardwareseitig der ISO 15118 und ist vollumfänglich AFIR-konform.

3. DC-Schnellladelösungen: Supernova & Supernova PowerRing

Für das Schnellladen ist die Supernova bereits hardwareseitig vollständig AFIR-konform. ISO 15118-2 wird für die sichere Kommunikation bereits heute unterstützt.

Auslaufende Modelle: ABL Pulsar | eMH1 | eMC2 | eMC3

Mit den neuen Anforderungen ändern sich auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für folgende Produktserien:

  • ABL Pulsar: Sie ist nicht mit einem PLC-Modul ausgestattet und erfüllt somit künftig nicht mehr die AFIR-Kriterien.
  • eMH1: Die eMH1 wird keine Hardware-Updates mehr erhalten. Ab dem 01.01.2027 erfüllt sie die AFIR-Anforderungen für Neuinstallationen nicht mehr.
  • eMC2 / eMC3: Für öffentliche Installationen erfüllen diese Ladesäulen die Vorgaben der ISO-Normen seit Januar 2026 nicht mehr.

Wichtiger Hinweis für die Projektplanung: Die Modelle eMC2 und eMC3 bleiben weiterhin in unserem Portfolio und eignen sich uneingeschränkt für den nicht-öffentlichen Betrieb. Eine Installation im öffentlichen Bereich ab den genannten Stichtagen erfolgt jedoch auf eigenes Risiko und in eigener Verantwortung. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer langfristigen Projekt- und Lieferkettenplanung.

Fazit: Mit ABL sicher in die AFIR-Zukunft

Die Umstellung auf AFIR bringt klare Standards und mehr Komfort für E-Mobilisten in ganz Europa. Dank integrierter PLC-Hardware in unseren aktuellen AC- und DC-Ladelösungen sind Sie mit ABL schon heute bestens für die Regulierung von morgen aufgestellt.

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